09.05.2016
Projekt zu Online-Mobilitätsplattform

Wie kann ein Bürgerbus oder andere Mobilitätsdienste wie das selbst organisierte Car-Sharing mit der EDV so verknüpft werden, dass es ein optimales Ergebnis bringt? Darum geht es beim neuen Projekt RAMSES, dass später auch mit den Bürgerbussen in Schleswig-Holstein verknüpft werden soll. Foto: Dr. Holger Jansen Große Teile Schleswig-Holsteins sind ländlich geprägt. Öffentlicher Verkehr hat es hier nicht leicht: Geringe Bevölkerungsdichte, hohe Motorisierung und eine alternde Gesellschaft sind zentrale Herausforderungen. Im Rahmen des neuen Projekts RAMSES wird in Schleswig-Holstein der Bedarf für eine neue Online-Mobilitätsplattform ermittelt. Dabei geht es nicht nur um Bürgerbusse, sondern auch um andere Punkte wie selbst organisiertes Car-Sharing. Die genaue Bedarfsermittlung erfolgt mit einem Workshop, zu dem in Kürze eingeladen wird.

Ländliche Gebiete sind geprägt vom aktiven Gemeinwesen, starkem freiwilligen Engagement und guter nachbarschaftlicher Zusammenarbeit. Hier setzt das Projekt RAMSES an. Gemeinschaftsverkehre wie Bürgerbusse oder "Bottom-up-Car-Sharing" stützen sich größtenteils auf direkte Kontakte, persönliche Bekanntschaften und Vertrauen. Organisiert werden diese häufig auf Papierbasis. Beschränkte Budgets lassen keine aufwendige IT-Infrastruktur mit Computern zu. Aufbauend auf dieser Ausgangslage will RAMSES eine einfach zu bedienende Anwendung entwickeln, um gemeinsam aus dem lokalen Engagement das optimale Ergebnis zu erzielen.

Ein Bürgerbus wird immer von unten in einer Projektgruppe geplant. Dazu müssen die interessierten Bürgerinnen und Bürger von Anfang an aktiv eingebunden werden. Ein guter Weg ist ein Planungsworkshop. Symbolfoto: Dr. Holger Jansen/Projekt Bürgerbusse Schleswig-Holstein Ziel des Workshops ist es, Anforderungen an eine solche Plattform aus Nutzersicht zu beschreiben. nexus ist in dem Verbundprojekt RAMSES gemeinsam mit Partnern Siemens, der Technischen Universität Eindhoven und dem Deutschen Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz verantwortlich, Geschäftsmodelle und Marktkonzepte vorzubereiten. Dabei greift das Institut auf bestehende Erfahrungen aus Planung und Implementierung von Gemeinschaftsverkehren zurück. Bürgerbusse werden von nexus derzeit in Rheinland-Pfalz und Hessen entwickelt. Ein erster Praxistest für die Plattform soll in Baden-Württemberg stattfinden. Die Abkürzung "RAMSES" steht für "Remote Area integrating Mobility Hub for Smart Environment InfraStructures".

Sie haben Interesse bei dem Workshop mit dabei zu sein? Wenden Sie sich an Frank Balzer, der in den Projekten Bürgerbusse Schleswig-Holstein und RAMSES arbeitet. Der Workshop wird voraussichtlich in der Woche vom 18.-22. Juli 2016 im Großraum Kiel stattfinden. Im nexus-Institut ist Christoph Henseler der verantwortliche RAMSES-Projektleiter. Alle Bürgerbusaktivitäten werden von Dr. Holger Jansen verantwortet.

Die aktuellen Daten der Projektberater finden Sie in der Rubrik Kontakt.

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Das Logo von RAMSES zeigt den Weg. Es geht um ländliche Mobilität. Wie kann ein Bürgerbus oder andere Mobilitätsdienste wie das selbst organisierte Car-Sharing mit der EDV so verknüpft werden, dass es ein optimales Ergebnis bringt? Darum geht es beim neuen Projekt RAMSES, dass später auch mit den Bürgerbussen in Schleswig-Holstein verknüpft werden soll. Foto: Dr. Holger Jansen