22.01.2019
Bürgerbus Dithmarschen-Süd seit genau einem Jahr unterwegs

Der Bürgerbus in Dithmarschen-Süd ist am 22. Januar 2019 seit genau einem Jahr unterwegs. Hier wartet er an der Kirche in Eddelak auf die nächste Fahrt. Archivbild: Dr. Holger Jansen/Agentur Landmobil Der Bürgerbus Dithmarschen-Süd blickt am heutigen 22. Januar 2019 auf genau ein Jahr Fahrbetrieb zurück. Im abgelaufenen Jahr legte das Fahrzeug knapp 90.000 Kilometer zurück. Rund 2.400 Fahrgäste nutzten das Angebot, wie lokale Medien mit Hinweis auf Angaben des Trägervereins "Bürgerbus Amt Burg-St. Michaelisdonn und Stadt Brunsbüttel e. V." berichten. Ziel war und ist es, den öffentlichen Nahverkehr für einen Teil der Gemeinden des Amtes Burg – St. Michaelisdonn und in der Stadt Brunsbüttel zu verbessern.

Der feste Fahrplan gilt für alle Wochentage von Montag bis Freitag. Bestehende Haltestellen werden genutzt, eine telefonische Vorbestellung ist für die Mitfahrt nicht erforderlich. Der Bürgerbus wendet einen eigenen Tarif an. Bei einer bereits vorhandenen Fahrkarte aus dem Schleswig-Holstein-Tarif gibt es Ermäßigungen. Die erste Fahrt startet morgens um 8 Uhr an der Kirche in Eddelak und endet dort abends nach der letzten Fahrt aus Brunsbüttel um 18.58 Uhr.

Auffällig im Vergleich zu anderen Bürgerbussen ist in Dithmarschen-Süd die hohe Fahrleistung im Verhältnis zu den Fahrgastzahlen. Bürgerbusse im Haus-zu-Haus-Verkehr legen im Durchschnitt für 1.000 Fahrgäste etwa 10.000 bis 12.000 Kilometer pro Jahr zurück. Bei einer telefonischen Vorbestellung entfällt das Problem von Leerfahrten. Zahlen nennt der Verein nicht, aber der Anteil von Leerfahrten ohne Fahrgäste dürfte bei 50 Prozent – und zu bestimmten Tageszeiten noch darüber – liegen.

Seit 2014 wurde im südlichen Dithmarschen über einen Bürgerbus diskutiert. "Ein Bürgerbus für Jung und Alt", titelte die Lokalpresse am 8. November 2014 und berief sich auf Pläne der Wählergemeinschaft Eddelak. Diese, so hieß es damals weiter, wolle im Amtsgebiet Burg – St. Michaelisdonn einen Fahrdienst für alle Bewohner des Dorfes anbieten. Die Aktiven entschieden sich für die Anwendung des Personenbeförderungsgesetzes (PBefG). Der Kreis Dithmarschen erließ eine eigene Förderrichtlinie, über die der Fehlbetrag aus dem laufenden Betrieb ausgeglichen wird.

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